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Der Ablauf der kieferorthopädischen Behandlung

Fehlstellungen von Kiefer und Zähnen sind keine Seltenheit. Kinder und Erwachsene sind gleichermaßen von der sogenannten Malokklusion (Fehlbiss) betroffen. Sie kann angeboren oder durch bestimmte Angewohnheiten und Verletzungen erworben sein. Die schiefen und falsch aufeinandertreffenden Zähne stören nicht nur das ästhetische Empfinden der Betroffenen. Sie können auch zu einer Reihe gesundheitlicher Beschwerden führen. Umso wichtiger ist es, Fehlstellungen so früh wie möglich zu erkennen und durch geeignete kieferorthopädische Maßnahmen wie eine Zahnspange zu korrigieren. Erfahren Sie, wie die Diagnose und Behandlung von Zahnfehlstellungen in der SternKlinik Bremen abläuft.

Erstberatung und Untersuchung

Im Erstgespräch erfahren wir, was unsere Patienten zu uns führt. Oft sind es besorgte Eltern, denen am Gebiss ihrer Kinder etwas Ungewöhnliches aufgefallen ist, oder Erwachsene, die bereits unter Folgebeschwerden der Zahn- oder Kieferfehlstellung leiden. In der anschließenden Untersuchung überprüfen wir, ob die Behandlung mit einer Zahnspange notwendig ist und ob – bei Kindern – der Zeitpunkt für den Behandlungsbeginn richtig ist.

Eine wichtige Frage, die wir im Erstgespräch klären, ist die der Beteiligung der Krankenkasse an den Kosten der kieferorthopädischen Therapie. Bei Kindern bis zum 18. Lebensjahr ist dazu die Einteilung des Befundes in eine kieferorthopädische Indikationsgruppe (KID) erforderlich. Bei Erwachsenen beteiligen sich die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht an den Behandlungskosten. Wohl aber einige Zahnzusatzversicherungen, in denen Kieferorthopädie ausdrücklich als Baustein enthalten ist.
Ziel der Erstberatung ist, dass keine Fragen offen bleiben und unsere Patienten die Möglichkeit haben, sich in Ruhe für oder gegen eine Behandlung zu entscheiden.

Erstellen der Anfangsunterlagen

Entscheidet sich der Patient für die Behandlung durch unsere erfahrenen Kieferorthopäden, erstellen wir im ersten Schritt die sogenannten Anfangsunterlagen. Sie geben dem behandelnden Arzt einen detaillierten Überblick über den aktuellen Zustand des Gebisses und ermöglichen ihm, einen auf den Patienten zugeschnittenen Behandlungsplan anzufertigen.

Die Anfangsunterlagen umfassen:

  • Fotoaufnahmen von Gesicht und Zähnen
  • Abdrücke der Zähne von Ober- und Unterkiefer
  • Übersichtsröntgenaufnahmen des gesamten Gebisses
  • Fernröntgenseitenbild (Röntgenbild des Kopfes von der Seite)
  • Untersuchung und Dokumentation der Funktion der Kiefergelenk

Bei Kindern ist eventuell noch eine Röntgenaufnahme der Hand erforderlich. Sie erlaubt es dem Kieferorthopäden abzuschätzen, inwieweit der Wachstumsprozess des Kindes fortgeschritten ist. Die gesammelten Erkenntnisse fließen anschließend in das Erstellen des Therapieplans ein.

Besprechen des Behandlungsplans

Liegt der fertige Therapieplan vor, besprechen wir mit unseren Patienten, welche Behandlung für sie infrage kommt. Bieten sich unterschiedliche Lösungen wie beispielsweise feste und herausnehmbare Zahnklammern an, erörtern wir die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten. Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Patienten jederzeit die Möglichkeit haben, ihre Bedenken und Wünsche zu äußern. Diese versuchen wir im Laufe der Therapie zu berücksichtigen.

Ein wichtiger Punkt bei der Besprechung sind die Kosten der Behandlung. Diese können zwischen Kindern und Erwachsenen stark variieren. Deshalb zeigen wir im Gespräch auf, mit welchem Eigenanteil der Patient rechnen muss. Außerdem gehen wir auf die möglichen Risiken und Nebenwirkungen der kieferorthopädischen Therapie mittels Zahnspange ein.

Bei gesetzlich versicherten Patienten reichen wir den Behandlungsplan im Anschluss bei der Krankenkasse ein. Privatpatienten händigen wir den Plan aus, damit sie ihn selbst bei ihrer Versicherung einreichen können. Bis eine Genehmigung der Krankenkasse vorliegt, vergehen erfahrungsgemäß 4 bis 6 Wochen.

Beginn der Behandlung

Liegt die Genehmigung der Krankenkasse vor oder hat uns der Patient grünes Licht für den Start gegeben, vereinbaren wir die ersten Behandlungstermine. Auf Basis der genommenen Abdrücke fertigt unser Labor die feste oder herausnehmbare Zahnspange an. Anschließend folgt das Anpassen und Einsetzen der Geräte. Bei einer permanenten Zahnspange dauert das Anbringen etwa 2 bis 3 Stunden. Ein herausnehmbares Modell ist innerhalb weniger Minuten angepasst und bereit zum Tragen.

Jetzt ist die Mitarbeit des Patienten gefragt. Gerade bei nicht permanenten Zahnspangen sind Disziplin und regelmäßiges Tragen entscheidend für den Erfolg der korrigierenden Zahnbehandlung.
Wichtig zu wissen: Während der ersten Tage nach dem Einsetzen der Spange können die Zähne leicht schmerzen. Dieses Druckgefühl verschwindet jedoch nach einer kurzen Eingewöhnungsphase von selbst.

Regelmäßige Kontrollen

Nach dem Einsetzen vereinbaren wir mit unseren Patienten im Abstand von vier bis acht Wochen Kontrolltermine. Dazu sind die herausnehmbaren Zahnspangen unbedingt mitzubringen. Im Rahmen der Kontrolle begutachten wir den Behandlungsfortschritt und nehmen – sofern erforderlich – Korrekturen vor.
Diese Termine setzen sich abhängig vom Befund über einen Zeitraum von 2 bis 4 Jahren fort. Während dieser Zeit sollte sich die Fehlstellung aufheben und ein gleichmäßiges, schönes Zahnbild entstehen.

Nach der Zahnspange: die Retentionsphase

Durch die Zahnspange werden die Zähne in die gewünschte Position bewegt und dabei bewusst gelockert. Ohne die sogenannte Retentionsphase (Stabilisierungsphase) würden sie nach der Korrektur durch die Spange wieder in ihre ursprüngliche Stellung rutschen. Mithilfe eines Retainers stellen wir sicher, dass der Kieferknochen nachwachsen kann und sich die Zähne in ihrer neuen Position festigen. Die Dauer der Stabilisierungsphase ist von Patient zu Patient unterschiedlich.

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