pinCarl-Ronning-Straße 4/6, 28195 Bremen
phone-iconTelefon: 0421-16 83 40

Implantate sind längst in aller Munde, sie sitzen wie echte Zähne fest im Kiefer und stehen ihnen in Funktion und Ästhetik in nichts nach. Zahnimplantate sind eine Möglichkeit, Lücken in der Zahnreihe ästhetisch zu schließen oder sie  dienen als Verankerung für locker sitzende Prothesen. Implantate sind im Kieferknochen eingewachsen und  bieten optimale Stabilität und ein natürliches Kaugefühl – dabei ist der Zahnersatz selbst von einem natürlichen Zahn nicht zu unterscheiden. In der Praxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) in der SternKlinik in Bremen setzen wir modernste Verfahren ein, um unseren Patienten ein strahlendes Lächeln zurückzugeben. Was sie dabei erwartet und wie der Kieferchirurg dabei vorgeht, erklären wir gern.

Wie ist ein Zahnimplantat aufgebaut?

Ein kompletter Zahnersatz besteht aus drei Teilen:

  1. Implantat, das als künstliche Zahnwurzel im Kieferknochen einwächst
  2. Implantataufbau, der den Zahnersatz trägt
  3. Implantatkrone, dem eigentlichen Zahnersatz

Alle drei zusammen ergeben eine stabile Einheit, die den Belastungen beim Kauen standhält. Die künstliche Zahnwurzel, das Implantat, kann je nach System aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am gebräuchlichsten vorwiegend Titan und gelegentlich Keramik. Die verwendeten Materialien sind biokompatibel, das heißt sie werden vom Empfängergewebe ohne Nebenwirkungen angenommen.  

Was geschieht wenn nicht genug Knochen vorhanden ist?

Eine wichtige Grundlage für langlebige Implantate ist vor allem eine ausreichende Höhe und Breite des Kieferknochens. Der Knochen ist das entscheidende Fundament für Zahnimplantate. Kleinere Knochendefekte lassen sich dabei gut mit Knochenersatzmaterialien ausbessern, bei größeren Knochendefekten wird knocheneigenes Material, das der MKG-Chirurg aus der Nähe des Operationsgebietes gewinnt, genutzt. Diese Behandlungen werden ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt. In Einzelfällen greifen die Experten auch auf Knochen aus dem Beckenkamm zurück.

Wie läuft eine Implantation von Zahnersatz ab?

Bis zum fertigen Zahnersatz sind mehrere Arbeitsphasen nötig. Je nach Ausgangslage kann der konkrete Weg zum Zahnimplantat sehr unterschiedlich aussehen. Der Ablauf lässt sich jedoch idealtypisch in folgende Phasen gliedern: 

1. Vorbereitungsphase

Im Gespräch mit dem Patienten wird die allgemeinmedizinische Krankengeschichte und Medikamenteneinnahme erfasst.  Ferner werden Risikofaktoren für die Implantatprognose erhoben wie z. B. Zahnbetterkrankung (Parodontose), Nikotinabusus oder schlecht eingestellter Diabetes. Bei der Voruntersuchung wird der aktuelle Zahnstatus klinisch und radiologisch beurteilt. Ist eine Extraktion geplant, wird der Zahn knochenschonend mit dem Piezo, eine Art Ultraschallskalpell, entfernt und dann nach 2 Monaten implantiert. Gelegentlich wird auch sofort implantiert, sofern genügend Knochen und Entzündungsfreiheit gewährt ist. 

2. Planungsphase

Für eine optimale Übersicht über die Zahn- und Kiefersituation wird mit modernster digitaler Technik gearbeitet.  Die digitale Volumentomographie (DVT) ermöglicht eine optimale Darstellung wichtiger Strukturen wie Nerven, Nasennebenhöhlen, Zahnwurzeln und Knochen. Somit werden mithilfe der 3-d-Technik punktgenau die anatomischen Gegebenheiten analysiert , um schließlich die Implantation sehr sicher durchzuführen. Die 3-d-Daten und eine spezielle Software ermöglichen die virtuelle Operation der Implantation, die dem Patienten am Bildschirm veranschaulicht wird.

3. Das Einsetzen des Implantats

Am OP-Tag wird –in der Regel ambulant und mit örtlicher Betäubung – das Implantat eingesetzt. Dazu legt der Chirurg den Kieferknochen mit einem möglichst kleinen Einschnitt frei und bestimmt mithilfe einer zuvor individuell angefertigten Bohrschablone die korrekte Position für das Implantat. Mit Spezialbohrern wird dann der Kanal für das Implantat in den Kieferknochen gebohrt – dank Betäubung schmerzfrei. Anschließend wird das Implantat in den Bohrkanal geschraubt und mit einer Abdeckschraube verschlossen. Die Länge des gesamten Vorgangs ist individuell; sie kann wenige Minuten bis zu mehreren Stunden dauern, je nachdem, wie viele Implantate eingesetzt werden und ob der Knochen aufgebaut werden soll. Nach dem Einsetzen muss das Implantat einheilen, bevor es weitergehen kann. 

4. Die Einheilphase

Kieferknochen und Implantat verbinden sich im Laufe der folgenden Monate, indem der Knochen kleine Bälkchen in das Gewinde einsprießen lässt. So entsteht eine sehr feste und dauerhafte Verbindung, die die Belastungen beim Kauen gleichmäßig verteilt. Dieser Einheilvorgang dauert in der Regel zwischen 3 und 6 Monaten. Besonders wichtig ist in dieser Zeit eine intensive Mundhygiene, um die Keimzahl in der Mundhöhle so niedrig wie möglich zu halten. Auf Nikotin sollte möglichst ganz verzichtet werden.

5. Aufsetzen des Zahnersatzes

Ist die Einheilphase abgeschlossen, wird in einem zweiten kleinen Eingriff unter lokaler Betäubung das Implantat in die Mundhöhle sichtbar gemacht. Der Patient begibt sich dann zum Zahnarzt, der dann die Zahnkrone erstellen lässt und später einsetzt. 

© 2018 SternKlinik   |   Impressum   |   Datenschutz
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen